Die Geschäftsstatistik der Pflegekassen und Geschäftsstatistik der privaten Pflege- Pflichtversicherung weisen zum Stichtag 31.12.2016 eine Gesamtzahl an Pflegebedürftigen von 2.937.768 aus. Durch die Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 sind weitere fast 600.000 Pflegeleistungsempfänger hinzugekommen. Damit sind in Deutschland aktuell ca. 3,6 Mio. Menschen auf die Hilfe und Unterstützung durch andere Personen angewiesen. Eine Pflegebedürftigkeit infolge einer schweren Krankheit oder eines Unfalls führt regelmäßig zu einem veränderten Lebensalltag. Die richtige Vorsorge für einen möglichen Störfall sichert nicht nur die finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch die persönliche Würde!

Und manchmal geht es sehr, sehr schnell… Am Vormittag war die Oma noch im Garten, hatte danach die Enkel von der Schule abgeholt und die Wäsche gebügelt. Beim Abendessen klagte die aktive 69jährige plötzlich über Sehstörungen, ihre Sprache wurde undeutlich und das Gleichgewicht war gestört. Der herbeigerufene Notarzt diagnostizierte einen Schlaganfall!

Nun wird die Oma ihre bisherigen Alltagsaufgaben in Zukunft nicht mehr übernehmen können, eine halbseitige Lähmung kann zurückbleiben und der Erfolg geriatrischer Maßnahmen bleibt abzuwarten. Von heute auf morgen wurde die lebenslustige Rentnerin zu einem Pflegefall.

Herzinfarkt, Oberschenkelhalsbruch oder ein Schlaganfall können im eigenen – aber auch im Leben der Familienangehörigen zu einem nachhaltigen Einschnitt führen.

Jeder sollte sich über den möglichen Fall eine Pflegesituation für sich und seine Angehörigen Gedanken machen, denn die gesetzliche Pflegepflichtversicherung ist per Gesetz nur eine Teilkaskolösung.